Der 32. Bericht der Psychiatrie-Kommission Sachsen-Anhalt enthält einen wichtigen Gastbeitrag von Prof. Dr. med. Florian Daniel Zepf, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena. Prof. Zepf stellt klar: Es fehlen objektive Kriterien für eine vom biologischen Geschlecht abweichende Identität. Betroffene Minderjährige zeigen häufig schwere psychische Begleiterkrankungen – darunter Angststörungen, Depressionen, Essstörungen und autistische Symptome. Die Gefahr des „diagnostic overshadowing“ ist hoch: Echte psychiatrische Probleme können so übersehen werden.

Zu Pubertätsblockern und Cross-Sex-Hormonen urteilt Zepf auf Basis der NICE-Reviews: Die Evidenz ist „very low certainty“. Es gibt keine nachweisbaren langfristigen Vorteile für die psychische Gesundheit, dafür erhebliche Risiken für Knochenentwicklung, Kognition und Fertilität. Dennoch seien die neuen S3-Leitlinien pro-affirmativ, ohne ausreichende Absicherung der Stabilität der Identität oder der Einwilligungsfähigkeit von Minderjährigen. S3-Leitlinien enthalten Empfehlungen, wie eine Erkrankung angemessen diagnostiziert und behandelt werden sollte, sie nehmen daher entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung über die angemessene Behandlung.

Dazu sagt der familien- und jugendpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Gordon Köhler:

„Der Psychiatrie-Kommission gebührt Dank, dass sie dieses wichtige Thema in ihrem Bericht angesprochen hat. Die Gefahren und Risiken von Pubertätsblockern und Cross-Sex-Hormonen werden klar benannt. Ich fordere die Landesregierung daher erneut auf, die Warnungen ernst zu nehmen, die psychiatrische Versorgung entsprechend auszurichten und ein Moratorium für irreversible geschlechtsverändernde Maßnahmen bei unter 18-Jährigen zu prüfen. Jetzt ist die Politik gefordert, evidenzbasierte Medizin und Kinderschutz vor Ideologie zu stellen.“