In Sachsen-Anhalt wird derzeit intensiv darüber debattiert, Wiederbelebung und grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse verbindlich im Schulunterricht zu verankern.

Dazu erklärt Gordon Köhler, Sprecher für Familien- und Jugendpolitik der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt:

„Die aktuelle Debatte über die Einführung von Wiederbelebungsunterricht an Schulen in Sachsen-Anhalt bestätigt einen bildungspolitischen Vorstoß, der von meiner Fraktion bereits im Jahr 2022 in den Landtag eingebracht wurde. Mit unserem Antrag hatten wir die Landesregierung aufgefordert, ihrer Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag nachzukommen, ein flächendeckendes Angebot an Erste-Hilfe-Kursen an den Schulen des Landes sicherzustellen.

Heute zeigt sich: Der politische Druck hat gewirkt. Seit 2023 läuft eine Modellphase des Bildungsministeriums in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten des Landes. Erste-Hilfe- und Wiederbelebungskurse werden in mehreren Landkreisen angeboten und mit jährlich 200.000 Euro gefördert. Schulen wie das Europa-Gymnasium in Gommern gehen dabei mit gutem Beispiel voran.

Angesichts einer weiterhin zu niedrigen Laien-Reanimationsquote von etwa 50 Prozent ist klar: Frühzeitige Schulung rettet Leben. Wer bereits in der Schule lernt, im Notfall richtig zu handeln, gewinnt Sicherheit – und kann im Ernstfall zum Lebensretter werden.

Wir begrüßen daher die positiven Zwischenergebnisse der Modellphase ausdrücklich. Zugleich erwarten wir von der Landesregierung, zeitnah ein tragfähiges Konzept für eine landesweite Umsetzung vorzulegen. Lebensrettende Kompetenzen gehören selbstverständlich zur Allgemeinbildung.“